ms Horse Blog Nr. 44 Im Fokus: Die neue Hengstleistungsprüfung
ms Horse Blog – März 2016
ms Horse Blog Nr. 44 Im Fokus: Die neue Hengstleistungsprüfung
Der vorangegangene ms Horse Blog hat sich mit der Pulsmessung beim Pferd beschäftigt. Wer diesen Blog gerne nachlesen möchte kann hier klicken. Der aktuelle ms Horse Blog hat die neue Hengstleistungsprüfung zum Thema.
Seit 2016 ist nun das neue Konzept der Hengstleistungsprüfung (HLP) in Kraft getreten. Doch welche Änderungen haben sich ergeben und welche Auswirkungen hat das für die Züchter?
Große Veränderungen sind zum einen, dass die stationären Leistungs- und Veranlagungsprüfungen von 70 auf 50 Tage und von 30 auf 14 Tage verkürzt wurden. Außerdem gibt es neue Sportprüfungen für gekörte Hengste. Grundsätzlich heißt das, dass keine ungeprüften Hengste mehr in den genehmigten Deckeinsatz kommen.
Das neue Konzept ermöglicht mehrere Wege für den Leistungsnachweis. Ein möglicher Weg ist die stationäre Langprüfung mit disziplinspezifischen Schwerpunkten Dressur oder Springen. Die andere Möglichkeit ist eine Kombination aus einer 14-tägigen Kurzprüfung plus einer dreitägigen Sportprüfung für Dressur- oder Springhengste sowie vielseitig veranlagte Hengste. Diese ist für eine endgültige Eintragung im Alter von vier und fünf Jahren zu wiederholen. Die letzte Option ist der Leistungsnachweis über Turniererfolge. Erfolge in der Klasse S und in Zukunft auch Platzierungen im Finale der DKB-Bundeschampoinate oder den Weltmeisterschaften der jungen Dressur-, Spring-, oder Vielseitigkeitspferde können als Leistungsnachweis angerechnet werden.
Weiterhin ist neu, dass es nur noch eine Bewertungskommission pro Disziplin und Prüfungsdurchgang gibt. Dadurch können die Hengste besser und vor allem individueller bewertet werden.
Schon im Jahr 2015 gab es Veränderungen bezüglich der Prüfstationen. Seit letztem Jahr sind nur noch die Stationen Adelheidsdorf, Marbach, Neustadt/Dosse und Schlieckau zur Leistungsprüfung berechtigt. Außerdem durften in diesen Stationen keine Hengste geprüft werden, die dort zur Pacht, zur Ausbildung, zum Beritt oder den Stationen anderweitig zur Verfügung standen. Im Prüfungsbereich hat sich somit einiges verändert. Insgesamt ist es nicht einfach, dabei einen Überblick zu behalten. Daher werden von der FN kontinuierlich Befragungen stattfinden um das Konzept weiterhin zu verbessern.
Es lässt sich feststellen, dass das neue Konzept der Hengstleistungsprüfung kürzer, sportlicher und disziplinspezifischer geworden ist.
Wart ihr mal bei einer Hengstleistungsprüfung anwesend? Welche geprüften Hengste gefallen euch besonders und warum? Habt ihr selbst Nachkommen von bekannten Hengsten? Ich freue mich über Eure Kommentare und Anregungen, Eure Praktikantin, Lisa Schwarz vom ms Horse Team. Fragen oder Anmerkungen? Treten Sie mit dem Team von ms Horse in Kontakt: l.schwarz@ms-blechtechnologie.de

