ms Horse Blog Nr. 49 Im Fokus: Kokosöl fürs Pferd
ms Horse Blog – August 2016
ms Horse Blog Nr. 49 Im Fokus: Kokosöl fürs Pferd
Der vorige ms Horse Blog im Juli stellte das Thema Hufschuhe in den Fokus. Zum nachlesen des vorigen Blogs einfach hier klicken. Dieser ms Horse Blog befasst sich mit dem Thema Kokosöl für Pferde.
Mehr und mehr Pferdefreunde setzen auf die Wirkung von Kokosöl. Es wird als ein wahrer Allroundkönner geschätzt. In vielen Studien wurde die Wirkung von Kokosnussöl bestätigt. Es gibt mannigfaltige Möglichkeiten Kokosöl nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Pferden anzuwenden.
Nicht nur die äußerliche sondern auch die innerliche Anwendung ist möglich. Das Kokosöl ein ganz besonderes Öl ist, kann schon an der Konsistenz festgestellt werden – das Öl wird erst bei einer Temperatur von ca. 23°C flüssig/weich.
Beim Kauf ist zu empfehlen sich für ein Öl zu entscheiden, welches schonend hergestellt wurde. Dies ist bei der Kaltpressung am ehesten gewährleistet, da hierbei am meisten von den wertvollen Inhaltsstoffen erhalten bleiben. Weiterhin ist beim Kauf auf die Kennzeichnung „nativ“ zu achten. Am besten ist ein kaltgepresstes natives Bio-Öl. Aufschluss über eine gute Qualität gibt der typische Duft und das Aroma des Öls. Kokosöl ist mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt, Bioladen oder im Reformhaus sowie natürlich im Internet erhältlich. Der Einstiegspreis für 500 ml Kokosöl in der besten Qualität (nativ und kaltgepresst) liegt im Internet bei 8,99 €.
Die Laurinsäure (eine mittelkettige Fettsäure) welche im Kokosöl als Hauptfettsäure enthalten ist, trägt zu der überragenden Wirkung des Kokosöls bei. Sie stärkt das Immunsystem und vernichtet schädliche Bakterien und Viren. Auch deshalb ist beim einkaufen besonders Wert auf die Kennzeichnung „nativ“ und „Kaltpressung“ zu legen, da bei dieser Herstellungsform die Laurinsäure am besten erhalten bleibt.
Kokosöl ist eine effektive Abwehr gegen Ungeziefer wie z.B. Zecken und Bremsen. Die abschreckende Wirkung des Kokosöls auf Zecken wurde sogar in einer Studie der FU Berlin bewiesen. Zwar fliegen Bremsen trotzdem um das Pferd herum, sie setzen sich jedoch nicht aufs Fell ab. Das Kokosöl auf dem Pferdefell hat zudem den Vorteil, dass die Pferdehaare davon umschlossen werden und daher der Schmutz nicht so leicht anhaften kann. Am besten ist es, das Öl mit einer Bürste in das Pferdefell einzumassieren, so werden auch tiefere Hautschichten erreicht. Leidet das Pferd unter starkem Juckreiz oder einem Ekzem (welches z.B. durch die Herbstgrasmilbe verursacht wird), hilft es ebenfalls das Kokosfett ins Fell zu streichen. Durch die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure wird das unliebsame Getier abgewehrt.
Unterstützung bietet Kokosöl auch bei der Hufpflege. Es hält bei regelmäßiger Anwendung die Hufe elastisch und fördert das Hufwachstum. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Mähne und der Schweif, beides lässt sich nach der Pflege mit Kokosöl besser frisieren und ist griffiger, zudem verleiht es einen natürlich schönen Glanz.
Weiterhin hat Kokosöl einen aufbauenden und stabilisierenden Effekt auf die Mikroorganismen im Darm. Wird Kokosöl regelmäßig gefüttert (ca. 1-2 Esslöffel pro Tag) wird der Darm gestärkt und das Immunsystem verbessert. Das dadurch verbesserte Immunsystem ist ein guter Garant für die körpereigene Abwehr von Parasiten.
Kokosöl eignet sich ebenso bei kleinen Wunden und zur Narbenpflege. Es wird wie eine herkömmliche Wund- oder Heilsalbe um die Wunde herum aufgetragen. Bei einer Schürfwunde dient das Kokosöl als „natürliches Pflaster“, es unterstützt die Heilung weil es bei der Neubildung von Blutgefäßen fördert.
Sollten Eure Reitstiefel neuen Glanz benötigen, so versucht es doch einmal mit Kokosöl. Auch Sattel und Trense freuen sich über die Pflege mit Kokosöl.
Selbstverständlich ist die Anwendung nicht nur beim Pferd sondern beim Menschen sehr empfehlenswert. Sehr lecker schmeckt das Kokosöl als Brotaufstrich. Ratsam ist es, sich nach dem Duschen mit Kokosöl einzucremen. Auch bei Wunden oder rauer Haut ist Kokosöl ein klasse Helfer.
Den Anwendungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Ein immenser Vorteil von Kokosöl ist, dass es keinerlei Nebenwirkungen oder negative Begleiterscheinungen hat. Sicherlich könnt Ihr selber feststellen, dass Kokosöl ein tolles Geschenk der Natur an uns ist!
Habt Ihr bei eurem Pferd schon einmal Kokosöl verwendet? Wie waren Eure Erfahrungen und Ergebnisse? Wendet Ihr Kokosöl auch bei Euch selbst an? Welche weiteren alternativen Heilmittel kommen bei euren Pferden zum Einsatz? Welches ist euer Geheimtipp für kleine Wehwehchen beim Pferd? Ich freue mich über Eure Kommentare und Anregungen, Eure Lea Preisendanz vom ms Horse Team. Fragen oder Anmerkungen? Treten Sie mit mir in Kontakt: l.preisendanz@horse-fitwell.de

