ms Horse Blog – Februar 2015: Nr.7 Im Fokus: Bedarfsgerechte Pferdefütterung – Body Condition Score (BCS)

ms Horse Blog – Februar 2015:

Nr.7 Im Fokus: Bedarfsgerechte Pferdefütterung – Body Condition Score (BCS)

Der vorige ms Horse Blog stand unter dem Thema bedarfsgerechte Pferdefütterung – Energiebedarf und Anpassung des Energiebedarfs. Wer diesen Beitrag nachlesen möchte kann hier klicken.

Aufbauend auf den vorigen Blogs, dreht sich heute alles um das Thema Body Condition Score (BCS) des Pferdes und wie dieser zu bestimmen ist. Neben der Ermittlung des reinen Gewichtes z.B. für die Gabe von Wurmkuren oder Medikamenten, ist es von Bedeutung eine Aussage darüber treffen zu können, wie der Ernährungszustand des Pferdes ist um darauf aufbauend eine Futterration zusammenzustellen. Eine Möglichkeit hierzu bietet der Body Condition Score. Vereinfacht gesagt entspricht der Body Maß Index des Menschen dem Body Condition Score des Pferdes. Der BCS beschreibt das Verhältnis von Fettmasse zu fettfreier Masse am Pferdekörper. Mit Hilfe des BCS kann jeder Pferdebesitzer ganz einfach den Ernährungszustand und damit das Verhältnis von Fett- und Muskelmasse seines Pferdes anhand einer Tabelle selber bestimmt. Der BCS ermöglicht eine Unterscheidung von Muskel- und Fettmasse. Je nach Zustand des Pferdes ergeben sich Werte von eins (=sehr mager) bis neun (=sehr fett). Die Werte ergeben sich aus der Beurteilung der sechs Körperregionen (Hals, Schulter, Rücken, Brust, Hüfte und Schweifansatz) aus denen dann ein Durchschnittswert errechnet wird. Wird der Rücken des Pferdes mit dem Wert 1 bewertet, so sind die Rippenansätze deutlich sichtbar. Der Wert 9 für den Schweifansatz bedeutet, dass hier ein durchgehendes Fettpolster vorhanden ist.

Anzustreben ist ein BCS von 5, dieser gilt als normaler Ernährungszustand. Die Rippen sind zu ertasten und leicht sichtbar. Die Konturen am Widerrist, Hals und Schulter gehen fließend und harmonisch ineinander über. Die Dornfortsätze und die Rückenmuskulatur befinden sich auf einer Höhe. Das Verhältnis von Muskel- zu Fettgewebe ist optimal und daher die Leistungsfähigkeit am größten. Geringere Werte können bei Zuchtstuten zu verminderter Fruchtbarkeit führen, zu hohe Werte belasten den Bewegungsapparat des Pferdes unnötig. Bei der Messung des BCS sollten jedoch rassenspezifische Besonderheiten beachtet werden, denn ein Friese hat genetisch bedingt mehr Kammfett als ein hoch im Blut stehendes Pferd.

Mit Hilfe von Tabellen und Videos, die im Internet leicht auffindbar sind, ist es für jeden Pferdehalter leicht möglich den BCS zu bestimmen. Weiterhin bieten mobile Pferdwagen als Zusatzangebot die Bestimmung des BCS an. Mit dem ermittelten Wert besteht die Möglichkeit die Fütterung zu optimieren und auch das Training anzupassen. Nun sind Sie gefordert… – wie ist der BCS Ihres Pferdes?
Es grüßt Sie Ihre Lea Preisendanz vom ms Horse Team.

Fragen oder Anregungen? Treten Sie mit mir in Kontakt: l.preisendanz@horse-fitwell.de